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 | | From: | Michael Clifford | | Subject: | Altersrückstellungen beim Wechsel privater Krankenkassen nicht mehr verlieren? | | Date: | Thu, 2 Dec 2004 20:55:20 +0100 |
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 | Hallo NG,
unsere Politiker basteln ja zur Zeit mit nie gekanntem Eifer an einer Reform des Gesundheitswesen. Vielleicht sollte man die Situation nutzen und sie mit guten Ideen und Ansätzen versorgen, damit sie vielleicht mal was Gescheites machen, worauf sie von alleine ja nicht kommen (oder sich von der Krankenversichererlobby schmieren lassen). Die gesetzliche Krankenversicherung soll ja mehr und mehr Züge einer privaten KV annehmen.
Es geht um die Altersrückstellungen bei privaten Krankenkassen, die diese bekanntlich einbehalten, wenn der Kunde die Gesellschaft wechselt.
Diese Praxis gehört samt und sonders abgeschafft.
Warum sollte eine Versicherung die Altersrückstellungen eines Kunden behalten, der nicht mehr bei ihnen versichert ist, ergo auch keine erhöhten Kosten bei ihr verursacht? Das widerspricht doch dem Leistungsprinzip. Dem einbehaltenem Geld steht keine Gegenleistung mehr gegenüber.
Marktwirtschaftlichen Prinzipien widerspricht das auch. Die Konkurrenz zwischen den Versicherern wird minimiert. Der Kunde wird ein für allemal an seinen einmal gewählten Versicherer geknebelt und hat keine Handhabe mehr, wenn dieser später die Beiträge horrend anhebt. Dabei gilt die Regel, je länger der Versicherte dabei ist, um so mehr kann sich der Versicherer herausnehmen. Dies ist einfach eine Schweinerei. In anderen Bereichen würde man vielleicht kartellrechtliche Maßnahmen einleiten, nur hier nicht.
Damit sich auch private Krankenversicherungen der Marktwirtschaft stellen müssen, muß gesetzlich festgelegt werden, daß ein Kunde beim Wechsel seine Altersrückstellungen zur neuen Gesellschaft mitnehmen darf.
Man müßte sich direkt an die entsprechenden Politiker wenden, und zwar massenhaft, um ein wahrnehmbares Gegengewicht zur PKV-Lobby darzustellen. Allein mir fehlen die Kontaktadressen.
Wer kann helfen? Wie erreicht man die zuständigen und einflußreichen Politiker? Wer sind die? Wie könnte man sich organisieren (mit den modernen Medien sollte das quasi vom heimischen PC aus möglich sein, ohne viel rumzureisen, also es könnten entsprechend viele Menschen dafür Zeit aufbringen)?
Viele Grüße M. Clifford
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