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 | | From: | Cornelis Kater | | Subject: | [MoPo] Streit über Gestaltung der Lehrter Bahnhofshalle | | Date: | Mon, 10 Jan 2005 11:04:37 +0100 |
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 | Verschiedene Berichte über einen neuen Streit um die Gestaltung des Innenausbaus des Lehrter Bahnhofs:
Streit über Gestaltung der Lehrter Bahnhofshalle
Architekt von Gerkan protestiert bei Kanzler Schröder gegen "weitere Verschandelung" des Baus durch Änderungen der Deutschen Bahn Berlin - Die Änderungen der Deutschen Bahn an den Plänen des renommierten Hamburger Architektenbüros Gerkan, Marg und Partner (GMP), für den Bau des Lehrter Bahnhofs sorgen für Streit. Nachdem Bahn-Chef Hartmut Mehdorn bereits vor wenigen Jahren eigenmächtig die Kürzung des Glasdaches verfügte, wurde jetzt auch die Innengestaltung der Hallendecke verändert.
Stararchitekt Meinhard von Gerkan hat sich deshalb jetzt mit einem Schreiben an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gewandt, um die "weitere Verschandelung des Lehrter Bahnhofs" zu verhindern. Ursprünglich hatten die Architekten die Decke als Gewölbekonstruktion in unterschiedlicher Höhe geplant, die indirekt von an Pfeilern aufgehängten Lampen ausgeleuchtet werden und der Halle eine spektakuläre Erscheinung geben sollte. Die Bahn hat nun die Decke zum Schrecken der Architekten mit einheitlichen grauen Platten abgehängt, um Kosten zu sparen und einen besseren Schallschutz zu erzielen.
Der Bau des Lehrter Bahnhofs steht unter enormem Zeitdruck, denn bis Frühjahr 2006, pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft, muß der 700 Millionen teure Bau fertiggestellt sein. Zeitpuffer für mögliche Pannen gibt es nicht. 2005 gehen die Arbeiten in eine entscheidende Phase. Die beiden Bürobauten, auch Bügelbauten genannt, werden mit einer spektakulären Klappbrückenkonstruktion verbunden.
Bis dann
Cornelis
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 | | From: | André_Hercher | | Subject: | Re: [MoPo] Streit über_Gestaltung_der_Leh | | Date: | Mon, 10 Jan 2005 19:24:51 +0100 |
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 | > Architekt von Gerkan protestiert bei Kanzler Schröder gegen "weitere > Verschandelung" des Baus durch Änderungen der Deutschen Bahn > Berlin - Die Änderungen der Deutschen Bahn an den Plänen des renommierten > Hamburger Architektenbüros Gerkan, Marg und Partner (GMP), für den Bau > des Lehrter Bahnhofs sorgen für Streit. Nachdem Bahn-Chef Hartmut Mehdorn > bereits vor wenigen Jahren eigenmächtig die Kürzung des Glasdaches > verfügte, wurde jetzt auch die Innengestaltung der Hallendecke verändert. > > Stararchitekt Meinhard von Gerkan hat sich deshalb jetzt mit einem > Schreiben an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gewandt, um die > "weitere Verschandelung des Lehrter Bahnhofs" zu verhindern.
Ausgerechnet eines der Häntschelkinder des Berliner Bausumpfes (wie erinnern uns, vor 2 Wochen wurde Gerkans Büro ohne Ausschreibung für einen Teil des neuen Flughafens verpflichtet) beschwert sich also gaaaant oben. Wie süß.
André
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 | | From: | Cornelis Kater | | Subject: | [taz] Was macht eigentlich ...Meinhard von Gerkan? | | Date: | Tue, 11 Jan 2005 08:54:31 +0100 |
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 | Auch schön, ein weiterer Artikel zu dem Thema:
WAS MACHT EIGENTLICH ...Meinhard von Gerkan?
Bei Schröder "Schiene" anschwärzen
Da feiert der berühmte Stararchitekt Meinhard von Gerkan gerade seinen 70. Geburtstag. Und als Geburtstagsgeschenk kommt die Nachricht, dass Bahnchef Mehdorn ("die Schiene") den neuen Lehrter Bahnhof verschandeln will. Der Sekt wurde warm, die Sahne für den Kuchen sauer im Büro Gerkan - nicht zuletzt darum, weil "Schiene" schon einmal eigenmächtig in die Pläne des Architekten eingegriffen hatte. Vor drei Jahren hatte Mehdorn total frech die Kürzung des Glasdachs verfügt. Nun legte er nach zum 70. Die Innengestaltung des Hallengewölbes werde optisch nicht schön ausgeleuchtet werden, wie Gerkan das möchte. Um Kosten zu sparen, plant Mehdorn, die Decke mit grauen Blechplatten abzuhängen. Quadratisch, praktisch, billig - Geiz ist geilmäßig.
Dem junkerstämmigen Gerkan war das gestern zu viel. Wie alle großen Männer suchte er Verstärkung bei anderen großen Männern und schwärzte "Schiene" bei Gerhard ("der Gerd") Schröder an, um die "weitere Verschandelung" des Lehrter Bahnhofs zu verhindern. Der Kanzler soll, wie schon Ende 2004, den Bahnchef in die Mangel nehmen und es richten. Schließlich guckt Schröder ja vom Kanzleramt auf den Superbahnhof, hat Gerkan sich gedacht. Wenn das mal gut geht? Okay, Schröder ist ein Gerkan-Fan. Aber sicher ist auch, dass "der Gerd" nicht die gleiche Euphorie für die Bahn wie für schnelle Sechszylinder aufbringt und der neue Super-Bahnhof ja den Ausblick des Kanzlers verstellt. Hat das der 70-Jährige vergessen?"
Cornelis
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 | | From: | Thomas Krickstadt | | Subject: | [Tsp] gmp bereitet Klage gegen Bahn vor (was: [taz] Was macht eigentlich ...Meinhard von Gerkan?) | | Date: | 21 Jan 2005 19:45:55 GMT |
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 | Cornelis Kater zitiert die taz und andere Zeitungen:
> Was macht eigentlich ...Meinhard von Gerkan?
> > > >
Auch der Tagesspiegel vom 22.1.2005 berichtet über das Architekturbüro gmp. Dieses will eventuell gegen die Änderungspläne der Bahn am TSFKALB klagen:
Architekt des Hauptbahnhofs prüft Klage
Wie der künftige Hauptbahnhof-Lehrter Bahnhof aussehen wird, entscheiden jetzt vielleicht Richter. Das Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner, die den rund 750 Millionen Euro teuren Prestigebau der Bahn geplant haben, prüft derzeit, ob gegen den Bauherren Klage eingereicht wird. Die Bahn hat bereits mehrfach die Pläne eigenmächtig geändert - zuletzt bei der Decke in der unterirdischen Halle. Insgesamt sind nach Angaben der Architekten mehrere Punkte strittig.
Die Architekten wollten in der Halle über den vier Bahnsteigen mit zusammen acht Gleisen die Betonkonstruktion gewölbeartig verkleiden. Die Bahn hat sich jedoch für eine herkömmliche Flachdecke entschieden, bei der nur noch die Stützenkonstruktion erkennbar bleibt. Diese Variante sei erheblich billiger und biete außerdem einen besseren Schallschutz. Dem widersprechen die Architekten. Ihre Decke sei sicher teurer, doch bei einem so anspruchsvollen Bau wie dem Hauptbahnhof sei der höhere Preis gerechtfertigt. Und die Akustik wäre mit der Gewölbedecke auf jeden Fall besser geworden, wie zwei renommierte Gutachter bereits zu Beginn der Planung nachgewiesen hätten.
Verloren geht mit der Flachdecke auch der optische Effekt, den von Gerkan geplant hatte. Er wollte die Decke indirekt beleuchten lassen, so dass das Licht auf die Bahnsteige reflektiert worden wäre. Die Decke sollte so wirken, als leuchte sie selbst. Jetzt werden die Fahrgäste direkt mit Leuchten in der Flachdecke bestrahlt. Die Arbeiten sind bereits voll in Gang. Sollte von Gerkan vor Gericht ziehen und die Klage gewinnen, müsste die Flachdecke wieder entfernt werden.
Den größten Schlag gegen seine Pläne hat der Architekt bereits hinter sich. Bahnchef Hartmut Mehdorn hat vor Jahren das geplante Glasdach über den oberirdischen Bahnsteigen der Stadtbahn um rund hundert Meter kürzen lassen, um Geld und Zeit beim Bauen zu sparen. Am Ende wurde das gekürzte Dach durch die Planungsänderungen aber teurer als die lange Version.
Klaus Kurpjuweit
Gruß, Thomas -- Thomas Krickstadt, Berlin, Germany,
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 | | From: | Mike Straschewski | | Subject: | Re: [Tsp] gmp bereitet Klage gegen Bahn vor | | Date: | Fri, 21 Jan 2005 21:32:30 +0100 |
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 | Am 21 Jan 2005 19:45:55 GMT schrieb Thomas Krickstadt:
> Auch der Tagesspiegel vom 22.1.2005 berichtet über das > Architekturbüro gmp. Dieses will eventuell gegen die > Änderungspläne der Bahn am TSFKALB klagen:
Irgendwann wird der Herr noch klagen, dass die Scheiben dreckig sind und teilweise noch nie gereinigt wurden :-)
Mike
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 | | From: | Thomas Krickstadt | | Subject: | Re: [Tsp] gmp bereitet Klage gegen Bahn vor | | Date: | 21 Jan 2005 20:36:24 GMT |
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 | Mike Straschewski: > Thomas Krickstadt:
>> Auch der Tagesspiegel vom 22.1.2005 berichtet über das >> Architekturbüro gmp. Dieses will eventuell gegen die >> Änderungspläne der Bahn am TSFKALB klagen:
> Irgendwann wird der Herr noch klagen, dass die Scheiben > dreckig sind und teilweise noch nie gereinigt wurden :-)
Ist das so? Wird da nicht ihre gerühmte Funktion als Solarzelle behindert?
Gruß, Thomas -- Thomas Krickstadt, Berlin, Germany,
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 | | From: | Mike Straschewski | | Subject: | Re: [Tsp] gmp bereitet Klage gegen Bahn vor | | Date: | Fri, 21 Jan 2005 22:31:05 +0100 |
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 | Am 21 Jan 2005 20:36:24 GMT schrieb Thomas Krickstadt:
>> Mike Straschewski: >> Irgendwann wird der Herr noch klagen, dass die Scheiben >> dreckig sind und teilweise noch nie gereinigt wurden :-) > > Ist das so? Wird da nicht ihre gerühmte Funktion als > Solarzelle behindert?
Die Solarzellen sind doch über einigen Scheiben auf Rahmen (?) auf der Südseite des Daches angebaut. Vor ein paar Wochen sah ich mal einige Herren mit Sicherungsseil auf den oberen Scheiben mit dem Schrubber etwas Kosmetik machen. Der größte Teil der Scheiben dürfte aber noch nie etwas von einer Reinigung gesehen haben. Wenn man dagegen hält, wie oft die Reichstagskuppel geputzt wird ...
Mike
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 | | From: | Cornelis Kater | | Subject: | Re: [Tsp] gmp bereitet Klage gegen Bahn vor | | Date: | Mon, 24 Jan 2005 11:28:41 +0100 |
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 | "Mike Straschewski" schrieb im Newsbeitrag
> Vor ein paar Wochen sah ich mal einige Herren mit Sicherungsseil auf den > oberen Scheiben mit dem Schrubber etwas Kosmetik machen. Der größte Teil > der Scheiben dürfte aber noch nie etwas von einer Reinigung gesehen haben.
Das liegt vor allem daran, dass das Dach später mal von einem Roboter gereinigt werden soll. Das Ding ist aber immer noch nicht funktionstüchtig (Stand Juli 2004), mal sehen was draus wird. Ich denke aber schon, dass zur Eröffnung das Dach nochmal gereinigt wird und anschließend in regelmäßigen Abständen (Wird das in Spandau nicht auch einmal im Jahr gemacht?).
Bis dann
Cornelis
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 | | From: | Jan Borchers | | Subject: | Sauberkeit von Glasdächern | | Date: | Mon, 24 Jan 2005 11:44:09 +0100 |
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 | Cornelis Kater schrieb:
> Ich denke aber schon, dass zur Eröffnung das Dach nochmal gereinigt wird und > anschließend in regelmäßigen Abständen (Wird das in Spandau nicht auch > einmal im Jahr gemacht?).
Ich kenne bisher kein Glasdach der DB in Berlin, welches regelmäßig gereinigt wird. Selbst in Friedrichstraße, wo nun Reingungsvorrichtungen vorhanden sind, setzen die Dchverglasungen inzwischen wieder braun an, so daß die freundliche Helligkeit des Bahnhofes Jahr um Jahr weniger wird.
Wenn man Glas so umfangreich verbaut, dann muß auch das Geld zur Reinigung da sein! Peinlich für die Bahn!
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