 | Hallo,
der Tagesspiegel vom 24.1.2005 berichtet noch einmal über die zum 1. August 2005 geplanten Preiserhöhungen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg:
Immer teurer
Fahrgäste müssen für Bus und Bahn mehr zahlen Erhöhung soll 27 Millionen Euro in Kassen bringen
Die Fahrpreise im Nahverkehr werden in einigen Bereichen stärker steigen als bisher geplant. Dafür bleiben, wie es momentan aussieht, die Geschwisterkarte für Schüler und auch die "gleitende Monatskarte" erhalten. Preiserhöhungen beim Einzelfahrschein, die bisher ausgeschlossen wurden, sind wieder im Gespräch. In den folgenden Tagen gibt es weitere Gespräche der Verkehrsbetriebe und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mit Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Deren Verwaltung muss die Tarife genehmigen.
[...] Klaus Kurpjuweit
Dagegen wird über Die Bahn berichtet, dass deren Billigtickets Mehreinnahmen in die Kasse bringen:
Die Bahn fährt mit volleren Zügen Billigtickets bringen mehr Fahrgäste
Berlin - Der Fernverkehr der Bahn hat sich 2004 offenbar deutlich erholt. Im vergangenen Oktober wurde sogar mit einer Auslastung der Züge von 45,2 Prozent der höchste Wert seit langem erreicht. Auch in den meisten übrigen Monaten lag die Auslastung deutlich über den jeweiligen Zahlen von 2002 und 2003. Das geht aus einer Bahnstatistik hervor. Ein Bahnsprecher betonte, die Steigerung sei nicht erreicht worden, indem das Angebot eingeschränkt worden sei - etwa durch kürzere Züge. Vielmehr habe es im Schnitt mehr Fahrgäste pro Zug gegeben. Der Start in das neue Jahr sei bisher gut gewesen.
Die Bahn hatte in den vergangenen drei Jahren vor allem mit zwei Problemen zu kämpfen: einer fehlgeschlagenen Preisreform und gleichzeitig die immer stärkere Konkurrenz durch die Billigflieger. Die Sparte rutschte tief in die roten Zahlen. Doch insbesondere seit vergangenem Sommer ist eine deutliche Verbesserung der Lage festzustellen - nimmt man den Grad der Auslastung als Indikator.
Vor allem Billigtickets für 29 Euro lockten mehr Fahrgäste an. "Die Aktionspreise haben uns geholfen", sagte der Bahnsprecher. Im traditionellen Sommerloch in den Monaten Juli und August, wenn der Bahn wegen der Ferienzeit die Dienstreisenden fehlen, sank die Auslastung nicht wie in den beiden Jahren zuvor unter die Marke von 40 Prozent, sondern kletterte von 42,2 Prozent (Juni) auf 42,9 und 43,5 Prozent. Ebenfalls starke Wirkung zeigten die Sparpreise im November. 2003 war die Auslastung auf 37,4 Prozent eingebrochen. Im vergangenen Jahr lag sie dagegen bei 42,6 Prozent. Und der Effekt der Sparpreise scheint nicht auf den Aktionszeitraum beschränkt. Denn in den jeweiligen Folgemonaten Oktober und Dezember 2004 war die Auslastung deutlich besser als in den Monaten der beiden Jahre zuvor.
In welcher Form auch 2005 Aktionspreise angeboten werden, ließ der Bahnsprecher offen. Die Bahn wolle in der Werbung unter anderem die kostenlosen Vorteile hervorheben - zum Beispiel die unentgeltliche Mitnahme von Kindern durch ihre Eltern. "Wir werden noch als zu teuer wahrgenommen, obwohl wir es nicht sind", sagte der. Ein Ticket für eine Strecke von 300 Kilometern koste etwa 51 Euro - bei Umfragen unter Verbrauchern komme aber im Schnitt ein geschätzter Preis von 87 Euro heraus.
Zur Ergebnisentwicklung 2004 wollte sich der Sprecher nicht äußern. Er verwies jedoch auf die Umsatzentwicklung in den ersten neun Monaten. Der Außenumsatz ist in der Zeit von rund 1,76 Milliarden Euro auf 1,86 Milliarden Euro gestiegen. Die Billigtickets haben also nicht nur mehr Fahrgäste in die Züge gebracht, sondern auch mehr Geld in die Kasse.
Bernd Hops
Gruß, Thomas -- Thomas Krickstadt, Berlin, Germany,
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