inetbot web crawler
Main  |  Get access to the repository  |  API  |  The robot  |  Publications  |  Usenet Groups  |  Plainweb  | 
 inetbot - Groups (beta)

Current group: braunschweig.allgemeines

Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?

Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Silke Maria
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Holger Hirschfeld
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
V. Vegas
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
kaumGott
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Thomas Stein
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Holger Hirschfeld
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Gerrit Brodmann
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Holger Hirschfeld
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Ingo Leschnewsky
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Holger Lembke
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Ingo Leschnewsky
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Holger Lembke
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Ingo Leschnewsky
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Hilde Blum
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Ingo Leschnewsky
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Hilde Blum
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Holger Hirschfeld
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Michael Spohn
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Lutz Guettler
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Gerrit Brodmann
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Holger Hirschfeld
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Torsten Karwoth
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Holger Hirschfeld
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
H. Schubert
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Dirk Meichler
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
H. Schubert
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Kai_Tönnies
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
H. Schubert
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Kai_Tönnies
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
H. Schubert
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Kai_Tönnies
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
H. Schubert
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Kai_Tönnies
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Lars Komm
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Lars Komm
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Silke Maria
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
kaumGott
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
A.Burmeister
 Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Carsten Poels
 Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?  
Jens Droege
From:Silke Maria
Subject:Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Thu, 25 Nov 2004 13:06:53 +0100
Hier in der Weststadt ist am Dienstag ein Mann vom Hochhaus in den Tod
gesprungen. Entgegen dem meist nur als Hilfeschrei angedrohtem Selbstmord
hat er es einfach ausgeführt.

Warum ich das hier schreibe? Weil ich es einfach schrecklich finde, das ein
Mensch so sehr verweifelt sein muss, aus welchem Grund auch immer, das er
seinem Leben freiwillig ein Ende setzt. Und dann noch so schrecklich.

Wenn man niemanden mehr hat, mit dem über seine Probleme sprechen kann und
absolut keinen Ausweg mehr sieht muss dieser Mensch sehr einsam sein.

Also sollten wir alle froh sein, das wir, wenn es denn so ist, noch Menschen
kennen, mit denen wir reden oder sogar streiten können. Nicht nur übers
Netz.

Mir tut dieser Mensch leid.
From:Holger Hirschfeld
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Sat, 27 Nov 2004 14:54:03 +0100
Hi

deine Frage ("wie verzweifelt...") finde ich unbeantwortbar, da es
meines Wissens nach keine geeichte Skala für verschiedene
Verzweifelungsgrade gibt. Was erwartest du also für eine Antwort?

> Und dann noch so schrecklich.

Welche Art von Selbstmord findest du denn weniger schrecklich? Ich
finde Selbstmord eigentlich immer ziemlich tragisch, egal, auf welche
Art er nun ausgeführt wird.

>Wenn man niemanden mehr hat, mit dem über seine Probleme sprechen kann und
>absolut keinen Ausweg mehr sieht muss dieser Mensch sehr einsam sein.

Nicht unbedingt einsam, aber offensichtlich nicht mit Leuten umgeben,
die ihn verstehen können oder wollten.

>Also sollten wir alle froh sein, das wir, wenn es denn so ist, noch Menschen
>kennen, mit denen wir reden oder sogar streiten können.


Vielen Dank, daß du "Wenn es denn so ist" eingefügt hast, denn ich
glaube, daß es bei sehr vielen Menschen schon lange nicht mehr so ist.
Es ist nur deren eigener Stabilität und Durchhaltefähigkeit zu
verdanken, daß sie nicht ähnlich verzweifelt sind. Oder vielleicht
haben sie einfach das Glück gehabt, noch nicht in so eine Krise zu
geraten.

>Mir tut dieser Mensch leid.

Nun, soviel ist sicher: Nun ist er aber auf kein Mitleid und keine
Hilfe mehr angewiesen.

--

Mit freundlichem Gruß
Holger Hirschfeld
(Für Mails bitte die "01" aus der Adresse streichen)
(For Mails please remove "01" from mailadress)
From:V. Vegas
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Thu, 25 Nov 2004 21:05:00 +0100
Hi,
auch wenn ich Jens recht gebe (Fass mein Kind an und ich weiss nicht was ich
tu ...), in diesem Fall geht es aber nicht darum, welch eine grauenvolle Tat
ein Mensch begangen hat, sondern darum, das ein Mensch sein Leben durch
eigene Hand beendete. Er muss kein schlechter Mensch gewesen sein,
vielleicht hat "das Leben" ihn einfach überrannt.
Möge er es dort wo er jetzt ist besser haben!

PS: ER hatte wenigstens den MUT zum HANDELN!
(was vielen Menschen grundsätzlich fehlt)
.... und auch nur er hat die (direkten) Konsequenzen zu tragen. Auch wenn
Menschen wie Du, Silke, es nicht nachvollziehen können. Ein Mensch der so
weit geht - trägt solche Gedanken schon lange Zeit mit sich.

Grüsse - V.V.



"Silke Maria" schrieb im Newsbeitrag
news:41a5ca40$0$16040$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net...
> Hier in der Weststadt ist am Dienstag ein Mann vom Hochhaus in den Tod
> gesprungen. Entgegen dem meist nur als Hilfeschrei angedrohtem Selbstmord
> hat er es einfach ausgeführt.
>
> Warum ich das hier schreibe? Weil ich es einfach schrecklich finde, das
> ein
> Mensch so sehr verweifelt sein muss, aus welchem Grund auch immer, das er
> seinem Leben freiwillig ein Ende setzt. Und dann noch so schrecklich.
>
> Wenn man niemanden mehr hat, mit dem über seine Probleme sprechen kann und
> absolut keinen Ausweg mehr sieht muss dieser Mensch sehr einsam sein.
>
> Also sollten wir alle froh sein, das wir, wenn es denn so ist, noch
> Menschen
> kennen, mit denen wir reden oder sogar streiten können. Nicht nur übers
> Netz.
>
> Mir tut dieser Mensch leid.
>
>
>
From:kaumGott
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 01:05:50 +0100
"V. Vegas" schrieb im Newsbeitrag
news:41a63af5$0$16040$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net...

> PS: ER hatte wenigstens den MUT zum HANDELN!
> (was vielen Menschen grundsätzlich fehlt)


schade eigentlich - sonst wäre nicht mehr viel hier....
From:Thomas Stein
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 21:40:36 +0100
"V. Vegas" schrieb im Newsbeitrag
news:41a63af5$0$16040$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net...
> PS: ER hatte wenigstens den MUT zum HANDELN!
> (was vielen Menschen grundsätzlich fehlt)
> ... und auch nur er hat die (direkten) Konsequenzen zu tragen. Auch wenn
> Menschen wie Du, Silke, es nicht nachvollziehen können. Ein Mensch der so
> weit geht - trägt solche Gedanken schon lange Zeit mit sich.

Nein, das kann sehr kurzfristig sein, wie bei dem Idioten, der vorgestern
erst sein Baby aus Fenster schmiß und dann hinterher sprang. Oder mein
Onkel, er ist vor drei Wochen in der Psychiatrie Salzdahlumer Straße aus dem
4. Stock gesprungen. Sollte er das schon längere Zeit vorgehabt haben, wäre
es ja ein Behandlungsfehler (bitte keine Diskussionen darüber, diese Aussage
stammt von einer psychologisch geschulten Ärztin). Andererseits war er
manisch depressiv, d.h. er hat immer mal an Selbstmord gedacht. Welche Lehre
man daraus ziehen kann? Keine. Es ist nun einmal so, dass niemand in den
Kopf eines anderen schauen kann. Und meistens ist das gut so.

Etwas weiter oben im Thread fragte ein Atheist nach dem Sinn des Lebens.
Die Antwort, unabhängig von jeder Religion: Das Leben selbst.

Mit all seinen Höhen und Tiefen, Langeweile und Stress. Seinen Erfahrungen.
Seinen Emotionen. Das ist der Sinn des Lebens. Und vielleicht möchte man
außerdem noch etwas Gutes tun, oder berühmt werden, oder etwas Böses
verhindern, und mit viel Glück hält man das richtige für etwas Böses. Ich
persönlich halte den Irak-Krieg und El Kaida für böse, aber einige von
denen, die ich für Extremisten halte, sehen das anders. Wenn wir nun eine
Mehrheitsentscheidung machen - wer bekommt dann Recht? Die 1000 Fliegen auf
dem Kuhfladen, zu denen ich mich womöglich gesellen soll? Oder ist "Recht"
gar nicht demokratiefähig?

Denkt darüber nach - und vergeßt nicht das wichtigste: Geniesst diese
Stunde. Sie kommt nicht wieder. Also füllt Sie mit etwas, woran Ihr gerne
denkt. Und vielleicht sorgt Ihr dafür, dass jemand anders auch gerne daran
zurückdenkt. Dann habt ihr wahrscheinlich das richtige getan. Garantien gibt
Euch keiner. Wozu auch?

Tom
From:Holger Hirschfeld
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Sat, 27 Nov 2004 15:05:04 +0100
Hi,

>Die Antwort, unabhängig von jeder Religion: Das Leben selbst.

Ich finde deine Antwort etwas, hmm, zu absolutistisch. Ich meine,
woher willst du die Authorität nehmen, den Sinn meines Lebens
festzulegen? Meinetwegen philosophiere über den Sinn DEINES Lebens.

ICh würde nochmal einen SChritt früher ansetzen und die Frage stellen
wollen: Wer sagt eigentlich, daß das Leben überhaupt einen Sinn haben
muß? Was ist überhaupt "Lebenssinn", und wie kann ich ihn messen?
(Also woran kann ich messen, ob das Leben sinnvoll ist/war oder
nicht?)




--

Mit freundlichem Gruß
Holger Hirschfeld
(Für Mails bitte die "01" aus der Adresse streichen)
(For Mails please remove "01" from mailadress)
From:Gerrit Brodmann
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 11:40:40 GMT
On Sat, 27 Nov 2004 15:05:04 +0100, Holger Hirschfeld
wrote:

>Hi,
>
>>Die Antwort, unabhängig von jeder Religion: Das Leben selbst.
>
>Ich finde deine Antwort etwas, hmm, zu absolutistisch.

Zumal die Antwort falsch ist. Richtig ist immer "42".

8-)
Gerrit
--
photography - art - sketches:
http://gerrit.brodmann.com
One Minute/Random Photoart: http://one-minute.info
Super-Video-CD Katalog "One Minute/Random" ISBN 3-00-013021-7 jetzt erhältlich
From:Holger Hirschfeld
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 20:23:00 +0100
Hi,

>Zumal die Antwort falsch ist. Richtig ist immer "42".

Ja, aber ich hatte hier nicht die spanische Inquisition erwartet.
Wobei, niemand erwartet die spanische Inquisition. Denn deren
HauptWaffe ist Überraschung und Schnellligkeit. Ok, deren ZWEI
Hauptwaffen sind Überraschung, Schnelligkeit und unerbittlichkeit.
Deren DreiHauptwaffen... sind Überraschung, Schnelligkeit und
unerbittlichkeit... und Konsequenz. ALso, die VIER Hauptwaffen der
spanischen Inquisition sind....

(...to be continued...)

--

Mit freundlichem Gruß
Holger Hirschfeld
(Für Mails bitte die "01" aus der Adresse streichen)
(For Mails please remove "01" from mailadress)
From:Ingo Leschnewsky
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Thu, 25 Nov 2004 23:34:20 +0100
V. Vegas schrieb am 25.11.04 21:05:

> PS: ER hatte wenigstens den MUT zum HANDELN!

Nein, den Mut, *in seinem Leben* zu handeln, hatte er nicht mehr. Und
deswegen flüchtete er davor...
From:Holger Lembke
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Thu, 25 Nov 2004 23:46:15 +0100
Ingo Leschnewsky wrote:

>Nein, den Mut, *in seinem Leben* zu handeln, hatte er nicht mehr. Und
>deswegen flüchtete er davor...

Dummes Gequatsche oder kennst du den Mann und die Motive seines Handelns?

--
mit freundlichen Grüßen ! special bubble --> O
Holgi, +49-531-3497854 !
From:Ingo Leschnewsky
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 00:15:44 +0100
Hallo Holger!

Holger Lembke schrieb am 25.11.04 23:46:

>>Nein, den Mut, *in seinem Leben* zu handeln, hatte er nicht mehr. Und
>>deswegen flüchtete er davor...
>
> Dummes Gequatsche oder kennst du den Mann und die Motive seines Handelns?

Nein. Du etwa? Dann erzähl...

Ansonsten gehe ich davon aus, daß er mit hoher Wahrscheinlichkeit
Depressionen hatte (80% aller Suizide oder Suizidversuche sind das
Symptom einer Depression). Und damit wiederum kenne ich mich auch als
Betroffener ziemlich gut aus...

Gruß,
Ingo
From:Holger Lembke
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 00:34:17 +0100
Ingo Leschnewsky wrote:

>Ansonsten gehe ich davon aus,

Also dummes Gequatsche.

--
mit freundlichen Grüßen ! special bubble --> O
Holgi, +49-531-3497854 !
From:Ingo Leschnewsky
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 00:45:25 +0100
Hallo Holger!

Holger Lembke schrieb am 26.11.04 00:34:

> Also dummes Gequatsche.

Und woher nimmst Du Deine profunde Fachkenntnis bei diesem Thema?

Gruß,
Ingo
From:
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 00:04:58 +0100
Ingo Leschnewsky wrote:
> V. Vegas schrieb am 25.11.04 21:05:
>
>> PS: ER hatte wenigstens den MUT zum HANDELN!
>
> Nein, den Mut, *in seinem Leben* zu handeln, hatte er nicht mehr.
Und
> deswegen flüchtete er davor...

Du hast_NULL_Ahnung!
SCNR
Ernst-August
From:Hilde Blum
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 17:45:30 +0100
Ingo Leschnewsky schrieb:
> V. Vegas schrieb am 25.11.04 21:05:

>>PS: ER hatte wenigstens den MUT zum HANDELN!
>
> Nein, den Mut, *in seinem Leben* zu handeln, hatte er nicht mehr. Und
> deswegen flüchtete er davor...

"Fluch" hört sich an, als hätte er noch eine Alternative gehabt. Ich
glaube aber, Selbstmörder sehen diese Alternative, diesen Ausweg nicht
(mehr).
Darum hat das alles für mich auch weniger mit Mutlosigkeit als mit
Hoffnungslosigkeit zu tun. Wer weiß, wiviel Mut der Mensch schon
bewiesen hat aber es hat alles nichts genutzt.

Hilde
From:Ingo Leschnewsky
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 18:00:30 +0100
Hallo Hilde!

Hilde Blum schrieb:
> Ingo Leschnewsky schrieb:
>> V. Vegas schrieb am 25.11.04 21:05:

>>> PS: ER hatte wenigstens den MUT zum HANDELN!
>>
>> Nein, den Mut, *in seinem Leben* zu handeln, hatte er nicht mehr. Und
>> deswegen flüchtete er davor...
>
> "Fluch" hört sich an, als hätte er noch eine Alternative gehabt. Ich
> glaube aber, Selbstmörder sehen diese Alternative, diesen Ausweg nicht
> (mehr).

Ich hatte mich extra vorm Schreiben nochmal über den Unterschied
zwischen "fliehen" und "flüchten" schlau gemacht, und mich daher ganz
bewußt für "flüchten" entschieden:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,311680,00.html

> Darum hat das alles für mich auch weniger mit Mutlosigkeit als mit
> Hoffnungslosigkeit zu tun. Wer weiß, wiviel Mut der Mensch schon
> bewiesen hat aber es hat alles nichts genutzt.

Da gebe ich Dir Recht.

Gruß,
Ingo
From:Hilde Blum
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 20:23:12 +0100
Ingo Leschnewsky schrieb:
> Hilde Blum schrieb:
>>Ingo Leschnewsky schrieb:

>>>Nein, den Mut, *in seinem Leben* zu handeln, hatte er nicht mehr. Und
>>>deswegen flüchtete er davor...
>>
>>"Fluch" hört sich an, als hätte er noch eine Alternative gehabt. Ich
>>glaube aber, Selbstmörder sehen diese Alternative, diesen Ausweg nicht
>>(mehr).
>
> Ich hatte mich extra vorm Schreiben nochmal über den Unterschied
> zwischen "fliehen" und "flüchten" schlau gemacht, und mich daher ganz
> bewußt für "flüchten" entschieden:
> http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,311680,00.html

Ein interessanter und wichtiger Unterschied. Ich habe demnach zu
vorschnell widersprochen.
Danke für den Link :-)

Hilde
From:Holger Hirschfeld
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Sat, 27 Nov 2004 14:57:42 +0100
Hi,


>Danke für den Link :-)

Auf der Seite wird übrigens noch ein Buch empfohlen, welches ich mir
gerade gekauft habe:

http://shop.spiegel.de/go/see!SPONpvs0-DerDativ

Ich kann es nur aufs WÄRMSTE empfehlen. Der Renner für jeden, der Spaß
am präzisen Gebrauch der deutschen Sprache hat (trotz oder gerade
wegen Pisa?)

--

Mit freundlichem Gruß
Holger Hirschfeld
(Für Mails bitte die "01" aus der Adresse streichen)
(For Mails please remove "01" from mailadress)
From:Michael Spohn
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Sun, 28 Nov 2004 18:54:03 +0100
Holger Hirschfeld schrieb:

> http://shop.spiegel.de/go/see!SPONpvs0-DerDativ
>
> Ich kann es nur aufs WÄRMSTE empfehlen. Der Renner für jeden, der Spaß
> am präzisen Gebrauch der deutschen Sprache hat (trotz oder gerade
> wegen Pisa?)

Den "Zwiebelfisch" lese ich auch regelmäßig. Echt klasse! :-)

Leider sind die zurückliegenden Ausgaben jetzt kostenpflichtig und
lassen sich nicht mehr unbegrenzt online lesen. Ich hätte auf meinen
Apostroph-Katastrophen-Seiten gerne ein paar Links dorthin eingebaut...


--
Tschüß
Michael
From:Lutz Guettler
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 09:22:34 +0100
In article <41a63af5$0$16040$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net>,
alcayaga@arcor.de says...

> PS: ER hatte wenigstens den MUT zum HANDELN!

Oder

die falsche Malaria-Prophylaxe genommen:
http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalt/20030317/b_1.phtml

btw: Ich finde es nicht sehr freundlich vom Hochhaus zu springen und
evtl. anderen Leuten auf den Kopf zu fallen. ;-(

oder

als eifriger Actionfilm-Konsument denke ich auch an die Möglichkeit,
dass der Verblichene gefallen _wurde_.

Lutz
From:Gerrit Brodmann
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Fri, 26 Nov 2004 15:24:17 GMT
On Fri, 26 Nov 2004 09:22:34 +0100, Lutz Guettler
wrote:

>btw: Ich finde es nicht sehr freundlich vom Hochhaus zu springen und
>evtl. anderen Leuten auf den Kopf zu fallen. ;-(
>
>oder
>
>als eifriger Actionfilm-Konsument denke ich auch an die Möglichkeit,
>dass der Verblichene gefallen _wurde_.

Nach PISA denke ich eher sein Red Bull war alle...

CNR
Gerrit
--
photography - art - sketches:
http://gerrit.brodmann.com
One Minute/Random Photoart: http://one-minute.info
Super-Video-CD Katalog "One Minute/Random" ISBN 3-00-013021-7 jetzt erhältlich
From:Holger Hirschfeld
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Sat, 27 Nov 2004 15:01:36 +0100
Hi,

>http://www.wdr.de/tv/service/gesundheit/inhalt/20030317/b_1.phtml

Ich habe das Produkt vor Jahren über einen längeren Zeitraum genommen
- da hab ich ja Glück gehabt.

>btw: Ich finde es nicht sehr freundlich vom Hochhaus zu springen und
>evtl. anderen Leuten auf den Kopf zu fallen. ;-(

Nun, es gibt wenige Wege, rücksichtsvoll aus dem Leben zu scheiden. Im
günstigsten Fall leider zumindest der Entdecker des toten Körpers).

Ist es eigentlich "Urban Legend" oder stimmt es, daß z.b. die von uns
allen geschätze Bahn den Hinterbliebenen von Bahn-Selbstmördern
Rechnungen über Reparatur bzw Reinigung der Lokomotiven schickt? Dies
könnte ja recht teuer werden...

--

Mit freundlichem Gruß
Holger Hirschfeld
(Für Mails bitte die "01" aus der Adresse streichen)
(For Mails please remove "01" from mailadress)
From:Torsten Karwoth
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Sat, 27 Nov 2004 17:27:27 +0100
Holger Hirschfeld wrote:

> Ist es eigentlich "Urban Legend" oder stimmt es, daß z.b. die von uns
> allen geschätze Bahn den Hinterbliebenen von Bahn-Selbstmördern
> Rechnungen über Reparatur bzw Reinigung der Lokomotiven schickt? Dies
> könnte ja recht teuer werden...

Da wir hier in Deutschland meines Wissens nach keine Sippenhaft
haben kann dies nur Urban Legend sein. Obwohl es ja möglich wäre,
daß die Bahn trotzdem derartige Rechnungen (ohne Rechtsgrundlage)
verschickt. Zuzutrauen wäre es der Bahn-AG ja.

Gruß
Torsten



--
Vorsicht: Meine eMail-Adresse ist replyfähig. Mails mit HTML werden
allerdings automatisch gelöscht. Also Plain-Text oder bleiben lassen.
From:Holger Hirschfeld
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Sat, 27 Nov 2004 17:57:58 +0100
Hi,

>Da wir hier in Deutschland meines Wissens nach keine Sippenhaft
>haben kann dies nur Urban Legend sein. Obwohl es ja möglich wäre,
>daß die Bahn trotzdem derartige Rechnungen (ohne Rechtsgrundlage)
>verschickt. Zuzutrauen wäre es der Bahn-AG ja.

Der Selbstmörder versucht ja vorsätzlich einen möglicherweise
erheblichen Schaden. Mal angenommen, es gibt Erben: In diesem Fall
übernehmen Erben ja nun nicht nur die Vermögenswerte, sondern auch die
noch bestehenden Forderungen. Und da würde ich die Forderung der Bahn
dann platziert sehen.

--

Mit freundlichem Gruß
Holger Hirschfeld
(Für Mails bitte die "01" aus der Adresse streichen)
(For Mails please remove "01" from mailadress)
From:H. Schubert
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Sun, 28 Nov 2004 21:19:06 +0100
Holger Hirschfeld schrieb:
> Der Selbstmörder versucht ja vorsätzlich einen möglicherweise
> erheblichen Schaden. Mal angenommen, es gibt Erben: In diesem Fall
> übernehmen Erben ja nun nicht nur die Vermögenswerte, sondern auch die
> noch bestehenden Forderungen. Und da würde ich die Forderung der Bahn
> dann platziert sehen.
>
Die auch völlig berechtigt ist und im fünf- bis sechsstelligen Bereich
liegt. Leider wird das zu wenig publiziert.

An den armen Lokführer mag ich dabei noch gar nicht denken.

--
Gruß
Hartmut


AntiSpam: Nachrichten ans "from" werden ungelesen gelöscht.
Für reale Nachrichten bitte net durch de ersetzen.
From:Dirk Meichler
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 10:31:22 +0100
Hi
H. Schubert schrieb:
> Die auch völlig berechtigt ist und im fünf- bis sechsstelligen Bereich
> liegt. Leider wird das zu wenig publiziert.
Gibts da fundierte Ureile drüber? So richtig kann und will ich es nicht
glauben obwohl es möglich ist.
Ich finde es ist aber der falsche Weg auch noch die Familie mit ins
Unglück zu stürzen, die ja auch schon den Verlust verarbeiten müssen.

> An den armen Lokführer mag ich dabei noch gar nicht denken.
In meinem Bekanntenkreis sind einige Krankenschwester. Daher bekommt man
auch mit was mal wieder im Krankenhaus passsiert ist. Von denen ist aber
noch keine auf die Idee gekommen die Familien zu verklagen weil sie die
Leiche des Selbstmörders beseitigen mussten.
Man stelle sich auch mal vor die Feuerwehrmänner/Rettungssanitäter
verklagen erst mal spontan alle Unfallopfer bis er/sie oder die
Angehörigen beweisen können das der Unfall ohne Selbstverschulden
passiert ist.

Ich glaube ich sollte schnell noch Jura studieren *geldriech* ;-)


mfg
Dirk
From:H. Schubert
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 17:39:14 +0100
Dirk Meichler schrieb:
>> Die auch völlig berechtigt ist und im fünf- bis sechsstelligen Bereich
>> liegt. Leider wird das zu wenig publiziert.
> Gibts da fundierte Ureile drüber? So richtig kann und will ich es nicht
> glauben obwohl es möglich ist.

Was soll es da für Urteile geben? Wenn jemand einen Schaden anrichtet,
ist er dafür haftbar, auch wenn er bei der Tat umkommt. Und falls du
dich über die hohen Kosten wunderst, dann überleg mal, wie viele Leute
in den ganzen behinderten Zügen zu spät zur Arbeit oder sonstwohin
kommen. Oder die Umleitungs-Kilometer für Güterzüge, und ....

Ganz abgesehen davon, dass dann wieder viele über die unpünktliche
Bahn schimpfen. Denn erst mal weiß man ja nicht, ist er nun gesprungen
oder wurde er gestoßen?

> Ich finde es ist aber der falsche Weg auch noch die Familie mit ins
> Unglück zu stürzen, die ja auch schon den Verlust verarbeiten müssen.

Wer soll denn anstelle der Erben den Verlust tragen? Wir alle aus
unseren Steuergeldern?

> In meinem Bekanntenkreis sind einige Krankenschwester. Daher bekommt man
> auch mit was mal wieder im Krankenhaus passsiert ist. Von denen ist aber
> noch keine auf die Idee gekommen die Familien zu verklagen weil sie die
> Leiche des Selbstmörders beseitigen mussten.

Es ist ein riesiger Unterschied, ob man nur die Leiche eines
Selbstmörders wegräumen muss, oder ob man den Schock erleiden muss,
wenn sich ein in diesem Moment noch Lebender vor sein Fahrzeug wirft.

Stell dir mal vor, dir springt einer absichtlich vors Auto....
(Wobei da die Zerstörung des Körpers nicht so drastisch sein dürfte.)

> Man stelle sich auch mal vor die Feuerwehrmänner/Rettungssanitäter
> verklagen erst mal spontan alle Unfallopfer bis er/sie oder die
> Angehörigen beweisen können das der Unfall ohne Selbstverschulden
> passiert ist.

Ich fände es angemessen, wenn die Krankenkassen die Kosten der
psychologischen Behandlung der unfreiwillig Beteiligten den Erben
ebenfalls in Rechnung stellen würden.

--
Gruß
Hartmut


AntiSpam: Nachrichten ans "from" werden ungelesen gelöscht.
Für reale Nachrichten bitte net durch de ersetzen.
From:Kai_Tönnies
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 19:48:27 +0100
H. Schubert schrieb:

> Ich fände es angemessen, wenn die Krankenkassen die Kosten der
> psychologischen Behandlung der unfreiwillig Beteiligten den Erben
> ebenfalls in Rechnung stellen würden.
>

Und überhaupt, Raucher gehören aus der Kasse ausgeschlossen, alle
gefährlichen Sportarten sowieso.
Wer wegen falscher Ernährung zu dick ist auch usw. ...

Die Besitzer der Katze, die mir vors Auto lief und es beschädigte könnte
ich tatsächlich haftbar machen.

Merkwürdig ist das.

Kai
From:H. Schubert
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 19:58:55 +0100
Kai Tönnies schrieb:
> Und überhaupt, Raucher gehören aus der Kasse ausgeschlossen, alle
> gefährlichen Sportarten sowieso.
> Wer wegen falscher Ernährung zu dick ist auch usw. ...

Da bringst du etwas durcheinander. Was du nennst, sind gegen sich
selbst gerichtete Handlungsweisen. Ein Suizid, in den man andere mit
verwickelt, richtet sich nun mal in erheblichem Maße gegen
außenstehende und unbeteiligte Personen.

--
Gruß
Hartmut


AntiSpam: Nachrichten ans "from" werden ungelesen gelöscht.
Für reale Nachrichten bitte net durch de ersetzen.
From:Kai_Tönnies
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 21:04:42 +0100
H. Schubert schrieb:

> Kai Tönnies schrieb:
>
>> Und überhaupt, Raucher gehören aus der Kasse ausgeschlossen, alle
>> gefährlichen Sportarten sowieso.
>> Wer wegen falscher Ernährung zu dick ist auch usw. ...
>
>
> Da bringst du etwas durcheinander. Was du nennst, sind gegen sich selbst
> gerichtete Handlungsweisen. Ein Suizid, in den man andere mit
> verwickelt, richtet sich nun mal in erheblichem Maße gegen außenstehende
> und unbeteiligte Personen.
>

Zitat:"Ich fände es angemessen, wenn die Krankenkassen die Kosten der
psychologischen Behandlung der unfreiwillig Beteiligten den Erben
ebenfalls in Rechnung stellen würden. "

Es geht hier um die Kosten.
Und die tragen z.B. bei Skiunfällen alle.

Kai
From:H. Schubert
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 21:55:27 +0100
Kai Tönnies schrieb:
> Zitat:"Ich fände es angemessen, wenn die Krankenkassen die Kosten der
> psychologischen Behandlung der unfreiwillig Beteiligten den Erben
> ebenfalls in Rechnung stellen würden. "
>
> Es geht hier um die Kosten.
> Und die tragen z.B. bei Skiunfällen alle.

Willst du Wortklauberei betreiben oder einen ernst zu nehmenden
Standpunkt vertreten?

--
Gruß
Hartmut


AntiSpam: Nachrichten ans "from" werden ungelesen gelöscht.
Für reale Nachrichten bitte net durch de ersetzen.
From:Kai_Tönnies
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 22:54:54 +0100
H. Schubert schrieb:

> Kai Tönnies schrieb:
>
>> Zitat:"Ich fände es angemessen, wenn die Krankenkassen die Kosten der
>> psychologischen Behandlung der unfreiwillig Beteiligten den Erben
>> ebenfalls in Rechnung stellen würden. "
>>
>> Es geht hier um die Kosten.
>> Und die tragen z.B. bei Skiunfällen alle.
>
>
> Willst du Wortklauberei betreiben oder einen ernst zu nehmenden
> Standpunkt vertreten?
>
Wo ist bitte die Wortklauberei?
Du nimmst dreimal Bezug auf die Kosten und willst diese den
Hinterbliebenen aufhalsen.

Es ist überhaupt sehr merkwürdig worüber du dir hier Gedanken machst.
Gerade hat sich jemand das Leben genommen und es werden die Kosten, die
Verspätung der Züge etc. diskutiert...
Und ich soll dann deinen Standpunkt ernst nehmen?

Kai
From:H. Schubert
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 23:12:44 +0100
Kai Tönnies schrieb:
> Es ist überhaupt sehr merkwürdig worüber du dir hier Gedanken machst.
> Gerade hat sich jemand das Leben genommen und es werden die Kosten, die
> Verspätung der Züge etc. diskutiert...

Kann ich daraus schließen, dass du es gut heißt, wenn ein Selbstmörder
andere Menschen, die für dessen Schicksal und Probleme überhaupt
nichts können, ein Stück mit hinab zieht?

Wenn man einmal bei solchen Gedankengängen ist, dann kann man auf
diese Weise auch Vergewaltiger usw. entschuldigen; das sind ja auch
nur arme Menschen, die von ihren Gefühlen falsch gesteuert wurden....

--
Gute Nacht
Hartmut


AntiSpam: Nachrichten ans "from" werden ungelesen gelöscht.
Für reale Nachrichten bitte net durch de ersetzen.
From:Kai_Tönnies
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 23:35:11 +0100
H. Schubert schrieb:

> Kai Tönnies schrieb:
>
>> Es ist überhaupt sehr merkwürdig worüber du dir hier Gedanken machst.
>> Gerade hat sich jemand das Leben genommen und es werden die Kosten,
>> die Verspätung der Züge etc. diskutiert...
>
>
> Kann ich daraus schließen, dass du es gut heißt, wenn ein Selbstmörder
> andere Menschen, die für dessen Schicksal und Probleme überhaupt nichts
> können, ein Stück mit hinab zieht?

Du meinst, das Leid der Leute deren Züge sich verspäten, ist hier und
jetzt diskussionswürdig?

Ein Rettungssannitäter sieht sowas öfter und ist dementsprechend
geschult. Ebenso sollte ein Lokführer darauf vorbereitet werden.


Kai
From:Lars Komm
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 27 Dec 2004 14:39:59 +0100
Kai Tönnies schrieb:
>
> Du meinst, das Leid der Leute deren Züge sich verspäten, ist hier und
> jetzt diskussionswürdig?

Hallo!
Das nun sicher nicht! Aber es entsteht unweigerlich Schaden.

>
> Ein Rettungssannitäter sieht sowas öfter und ist dementsprechend
> geschult. Ebenso sollte ein Lokführer darauf vorbereitet werden.
>

Da stimme ich dir grundsätzlich zu, aber: Die Situation ist eine Andere.
Einen zerfetzten menschlichen Körper auf den Gleisen liegen zu sehen ist
sicher etwas anderes als mit anzusehen, wie eben dieser Mensch gerade am
Bug des ICE, den ich führe, zerlegt wird. Der Schreck tut das Übrige.

>
> Kai
>

Gruß ... Lars
From:Lars Komm
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 27 Dec 2004 14:30:46 +0100
Dirk Meichler schrieb:

> Hi

Hi!

> H. Schubert schrieb:
>
>> Die auch völlig berechtigt ist und im fünf- bis sechsstelligen Bereich
>> liegt. Leider wird das zu wenig publiziert.
>
> Gibts da fundierte Ureile drüber? So richtig kann und will ich es nicht
> glauben obwohl es möglich ist.
> Ich finde es ist aber der falsche Weg auch noch die Familie mit ins
> Unglück zu stürzen, die ja auch schon den Verlust verarbeiten müssen.
>

Aber der Schaden muss gedeckt sein. Stell dir vor, ein Selbstmörder
springt vom Hochhaus auf dein Auto und man speist dich damit ab, dass
die armen Verwandten eh schon den Verlust zu verarbeiten hätten. Dann
bleibt der SLK-Kernschrott an dir haften. Fändest du das gut?

>> An den armen Lokführer mag ich dabei noch gar nicht denken.

Als ehemaliger Bahnangehöriger: Eben!

>
> In meinem Bekanntenkreis sind einige Krankenschwester. Daher bekommt man
> auch mit was mal wieder im Krankenhaus passsiert ist. Von denen ist aber
> noch keine auf die Idee gekommen die Familien zu verklagen weil sie die
> Leiche des Selbstmörders beseitigen mussten.

Das ist deren Job!

> Man stelle sich auch mal vor die Feuerwehrmänner/Rettungssanitäter
> verklagen erst mal spontan alle Unfallopfer bis er/sie oder die
> Angehörigen beweisen können das der Unfall ohne Selbstverschulden
> passiert ist.

Siehe oben. Feuerwehr- und Rettungskräft bekommen meist schon im
Einstellungstest vor Augen geführt, was auf sie zukommt! Und das nicht
gerade schonend. Entscheidet einer sich trotzdem dafür, hat er eben
_seine_ Entscheidung getroffen. Ich rede hier wohlgemerkt über den
Einzelfall.

>
> Ich glaube ich sollte schnell noch Jura studieren *geldriech* ;-)
>
>
> mfg
> Dirk
From:Silke Maria
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Mon, 29 Nov 2004 22:58:34 +0100
Dirk Meichler wrote:

> Ich finde es ist aber der falsche Weg auch noch die Familie mit ins
> Unglück zu stürzen, die ja auch schon den Verlust verarbeiten müssen.

Bei ganz "normalen" Todesfällen werden den Angehörigen bzw. Erben auch die
Kosten für die Beisetzung auferlegt. Sind zwar nicht ganz so hoch die
Kosten, aber es reicht um eventuell Erspartes aufzubrauchen.

Aber irgendwer muss ja die Kosten tragen, wenn der Verstorbene nicht genug
Vermögen hatte.

Leider ist der Tod immer mit Kosten für die Hinterbliebenen verbunden. Da
bleibt für Pietät keine Zeit.
From:kaumGott
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Thu, 25 Nov 2004 16:14:42 +0100
"Silke Maria" schrieb im Newsbeitrag
news:41a5ca40$0$16040$9b4e6d93@newsread4.arcor-online.net...
> Hier in der Weststadt ist am Dienstag ein Mann vom Hochhaus in den Tod
> gesprungen. Entgegen dem meist nur als Hilfeschrei angedrohtem Selbstmord
> hat er es einfach ausgeführt.
>
> Warum ich das hier schreibe? Weil ich es einfach schrecklich finde, das
ein
> Mensch so sehr verweifelt sein muss, aus welchem Grund auch immer, das er
> seinem Leben freiwillig ein Ende setzt. Und dann noch so schrecklich.
>
> Wenn man niemanden mehr hat, mit dem über seine Probleme sprechen kann und
> absolut keinen Ausweg mehr sieht muss dieser Mensch sehr einsam sein.
>
> Also sollten wir alle froh sein, das wir, wenn es denn so ist, noch
Menschen
> kennen, mit denen wir reden oder sogar streiten können. Nicht nur übers
> Netz.
>
> Mir tut dieser Mensch leid.
>
>
>

Brauch er dir nicht mehr...
Schön ist es nicht gerade, kein Zweifel. Entgegen der Behauptung er sei
einsam, könnte es doch auch so sein, dass er das Leben wie es ist einfach
nicht mehr ausgehalten hat...
Welchen Sinn hat es überhaupt? Man lebt, schuftet, erlebt Tiefs (und auch
Hochs) und am Ende ist sowieso alles vorbei und man hat nichts davon...
Nico
From:A.Burmeister
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Thu, 25 Nov 2004 16:57:34 +0100

>>Mir tut dieser Mensch leid.

Mitleid ist so ziemlich das Schlimmste, was einem entgegengebracht
werden kann......

Astrid
From:Carsten Poels
Subject:Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Wed, 25 Nov 2004 21:17:54 +0100
Hallo, A.Burmeister !

Donnerstag, 25 November 2004 18:57, A.Burmeister schrieb an All:

AB> From: "A.Burmeister"

>>> Mir tut dieser Mensch leid.

AB> Mitleid ist so ziemlich das Schlimmste, was einem entgegengebracht
AB> werden kann......

Du hast ein Problem...: -*Selbst*mitleid- !

Sonst haettest Du das "Schlimmste" (Dein Zitat: "Mitleid") mit ein wenig
positiven Denken in diesem Fall als das erkannt, was es naemlich ist:
*Teilnahme* !

Meine These ueber Dein "Selbstmitleid" ist natuerlich unerforscht, aber Deine
Antwort war es ja auch! :-)

AB> Astrid

Ciao, Carsten
From:Jens Droege
Subject:Re: Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, der vom Hochhaus springt?
Date:Thu, 25 Nov 2004 18:17:09 +0100
Silke Maria schrieb:

> Mir tut dieser Mensch leid.

Mal ein paar andere Beispiele:
- Wie "verzweifelt" kann es sein, das ein solcher Mensch springt?
- Wie "misshandelt" wurde ein Mensch, der sowas anderen antut?
- Wie "durchgeknallt" muss ein Mensch sein, der kleine Kinder
begrabbelt/uell misshandelt/oder gar vergewaltigt?
- Wie doll muss man unter "Drogen" stehen, um in Gegenwart der Mutter
mit ihrem kleinen Kind auf offener Strasse die Mutter zu erstechen (heut
in Berlin)

diese Liste lässt sich (leider) beliebig fortsetzen, und wird
wahrscheinlich nieee ein Ende finden. Ich weiss nur, sollte einer meinem
Kind auch nur andeutungsweise sowas oder ähnliches antun .. ich würde
mich vergessen!

--
MfG Jens
   

Copyright © 2006 inetbot   -   All rights reserved